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Desaster Dog

Gestern Abend sind wir mit Bella Fahrrad gefahren. Sie an der Leine neben Kersten, ich vorneweg. Offenbar motiviert es unseren Hund, wenn Frauchen die Nase vorn hat und sie läuft voll Begeisterung mit. Wir sind schon auf dem Rückweg, als direkt vor mir ein Eichhörnchen über Weg rennt. Bella sieht es auch und vergisst augenblicklich, dass zwischen ihr und dem Eichhörnchen noch ein Fahrrad ist. Was genau passiert ist, können wir nicht sagen, ich höre aber plötzlich hinter mir ein scharfes Bremsen und dann ein fürchterliches Geheul. Bella hockt zitternd und gekrümmt am Wegesrand. An ihrem rechten Vorderlauf klaffen zwei große Wunden. Wir vermuten, dass sie damit bei ihrem Jagd-Manöver entweder in die Speichen geraten ist oder von den Zacken der Pedale erfasst wurde, als Kersten vom Rad sprang, um sich abzufangen. Nach kurzer, hektischer Beratung lassen wir ein Fahrrad im Wald zurück und Kersten rast nach Hause, um das Auto zu holen. Ich trage Bella derweil zum nächsten Parkplatz. Sie ist jetzt zum Glück ganz ruhig. Um ihre stark blutende Pfote haben wir ein T-Shirt gewickelt, sie hängt ganz schlaff herab. In der Klinik schauen sie sich den erstversorgten Hund an, schicken uns dann aber noch mal nach Hause, weil das Notfall-Team noch einige andere Fälle zu behandeln hat. Gegen zehn sind wir schließlich an der Reihe. Der Arzt meint, dass es wohl nur Fleischwunden sind, eine reicht allerdings bis auf den Knochen hinab. Gebrochen scheint nichts zu sein. Wir bekommen einen Behandlungsplan und Verband-Material, in fünf Tagen sollen wir zur Wundkontrolle kommen. Ich frage, vorsichtig, ob Bella mit ihrer Verletzung in die Hundepension gehen kann - wir wollen nächste Woche in Urlaub fahren. Er sehe da kein Problem, sagt der Doc und gibt uns die Rechnung. Ich bin sehr, sehr froh, dass ich kürzlich eine Hunde-Krankenversicherung abgeschlossen habe. Sie gilt genau ab heute.

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